Die alten haben’s drauf! Bunte Bete

bunte bete

Was noch vor einigen Generationen in regionalen Gemüsegärten zu finden war, scheint heute etwas Besonderes, ja beinahe eine Rarität zu sein. Traditionelle Sorten werden nur noch von wenigen Erzeugern verkauft. Das hat zum einen den Grund, dass es Heutzutage viele Auflagen gibt, die es den Erhaltern dieser Sorten schwer machen, das Gemüse oder Obst zu vermarkten, aber auch die Industrialisierung der Landwirtschaft hat ihren Teil dazu beigetragen, dass über Jahrhunderte angebaute Sorten durch neue, ertragreichere Hybride verdrängt werden. Feinheimische Erzeuger haben sich dieser Aufgabe angenommen, die Sortenvielfalt in der Region und im Land zu fördern sowie eine verantwortungsvolle, umweltverträgliche und nachhaltige Produktion zu garantieren.

Stimmung auf dem Teller: Bunte Bete

Besonders in der kühlen Jahreszeit ist ein üppiger Vitaminhaushalt wichtig. Und Sie werden überrascht sein, wie viel Vitamine in unserem regionalen Wintergemüse stecken. Ob Rote, Gelbe, Weiße, oder Ringelbete – das Gemüse ist prall gefüllt mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen wie Vitamin B und C, Eisen oder Folsäure. Dabei fördert es die Verdauung, unterstützt die Blutbildung und -verbesserung, entsäuert den Organismus und regt den Stoffwechsel an. Eine wahre Wunderknolle!
Allseits bekannt ist die Rote Bete. Ihr hoher Vitamin-B-, Kalium-, Eisen- und vor allem Folsäuregehalt macht die Bete zu einer gesunden Beilage oder knackigen Zutat in frischen Salaten. Auch die Blätter können verzehrt werden – sie sind ebenfalls reich an Mineralstoffen sowie Vitaminen. Als Bestandteil von Labskaus ist die Rote Bete vor allem in Norddeutschland bekannt. Ihre Aussaat kann von Mitte April bis Anfang Juli erfolgen, ab Juli oder August kann sie bis kurz vor Eintritt des ersten Frostes geerntet werden und hält sich anschließend für geraume Zeit.
Obgleich des höheren Bekanntheitsgrades ist die gelbe Schwester der Roten Bete die Ursprungsform aller Beten. Sogar die Rote Bete war einst gelb. Sie erhielt ihre tiefrote Farbe erst durch eine Weiterveredelung in den letzten zwei Jahrhunderten. Die Gelbe Bete schmeckt etwas süßer und angenehm fruchtig. Mit Inhaltsstoffen wie Vitamin-B, Kalium, Eisen, Magnesium, Jod und Folsäure dient sie als eine Art Immunkur im trüben norddeutschen Winter.
Die Aussaat- und Erntezeit ist die gleiche wie bei ihrer roten Schwester, auch die Blätter können in Salaten verwendet werden. Geschmacklich etwas milder als die Rote Bete dient sie als perfekte Beilage zu Fischgerichten als Ersatz für Möhren in Möhrenkuchen, -brot oder -muffins, in Kombination mit Ziegenkäse und Rauke in Salaten oder feingehobelt in hauchdünne Scheiben als Carpaccio. Auch als Rohkost oder im Saft schmeckt die Kulturpflanze hervorragend.
Und ganz nebenbei bringt sie in der grauen Jahreszeit ganz viel Sonne auf den Teller.