HEUTE SCHON SCHWEIN GEHABT?

Hauchdünn geschnittener Schinken – für viele Menschen eine Delikatesse.
Hauchdünn geschnittener Schinken – für viele Menschen eine Delikatesse.

Über das meist verzehrte Fleisch in Deutschland.

Schweinefleisch kommt häufig auf den Teller. Damit dabei der Genuss garantiert ist,  sollten einige Dinge bei Kauf, Lagerung und Verarbeitung beachtet werden.

Schweinefleisch essen die Deutschen am liebsten – jährlich etwa 40 Kilogramm pro Kopf. Und dabei geht es sehr abwechslungsreich zu: Schnitzel, Bratwurst, Schweinshaxe, die Möglichkeiten sich von Schweinefleisch zu ernähren sind groß. Günstig ist das zwar aufgrund von Massentierhaltung, aber mittlerweile sind die Verbraucher über die Nachteile informiert, sodass sie wieder häufiger auf qualitativ hochwertiges Fleisch Wert legen.

Verbraucher denken um
Der Einsatz von Antibiotika ist nicht gerade appetitlich und der Umgang mit den Tieren wirft moralische Fragen auf. Demzufolge führen Berichte über nicht artgerechte Tierhaltung immer häufiger zum Umdenken bei den Menschen. Immer mehr Verbraucher interessieren sich nicht nur für den Preis, sondern auch für die Frage, unter welchen Bedingungen das Tier, von dem das Stück Fleisch in der Auslage stammt, gehalten wurde. Das belegt auch die neueste Umfrage des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Tierschutz ist für knapp zwei Drittel der Konsumenten ein wichtiges Kriterium beim Einkauf. Und 79 Prozent sind bereit, für Fleisch aus artgerechter Haltung mehr Geld auszugeben.

Hier merkt man bereits: Beim Einkauf beginnt der Genuss. Geschmacklich macht es später einen großen Unterschied, welches Schweinefleisch man im Supermarkt, beim Metzger oder direkt im Hofladen wählt. Das Fleisch sollte eine klare rosa Farbe haben und leicht glänzend vom noch vollständig im Fleisch enthaltenen Saft sein, nicht zu dunkel sein und keine trockenen Stellen haben. Beim Fett ist darauf zu achten, dass es weiß und nicht gelblich oder gräulich wirkt. Auf keinen Fall sollte man zu Fleisch greifen, dass schon in einer Pfütze von eigenem Saft liegt. Wenn die Möglichkeit besteht, hilft es beim Kauf auch, am Produkt zu riechen. Gutes Fleisch riecht sehr wenig und auf keinen Fall unangenehm.

Wenn man das Schweinefleisch nicht gleich frisch zubereitet, ist bei der Aufbewahrung etwas zu beachten: Das Fleisch sollte bei 1-2 Grad Celsius gelagert werden. Dafür sollte es nicht in eine Plastik- oder Alufolie gelegt werden, weil es dann nicht genug Luftzufuhr hat, „schwitzt“ und durch das von außen wieder auf das Fleisch einwirkende Kondenswasser einen unangenehmen Geruch entwickelt. Vom Einfrieren wird generell abgeraten, weil eindringendes Eis die Struktur des Fleisches zerstört.

Bei der Zubereitung gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Hier sei nur ein Tipp erwähnt: Nutzen Sie beim Braten das Fett des Schweinefleischs – allgemein ist das eigene Fett eines Tieres das beste Bratfett.

Suhlen für die Gesundheit

Von wegen Dreckschwein: Die Vierbeiner sind besonders reinliche Tiere.
Von wegen Dreckschwein: Die Vierbeiner sind besonders reinliche Tiere.

Es klingt zwar naiv, aber für das Image von Schweinefleisch ist es auch nicht vorteilhaft, dass Schweine den Ruf haben, dreckig zu sein. Doch das ist ein Irrglaube: So schützen Schlammbäder die Tiere vor Blutsaugern wie Mücken oder Zecken. Das Suhlen im Dreck beugt dabei Krankheiten vor. Außerdem sind Schweine sehr reinlich: In einem Experiment stellten Forscher fest, dass Schweine auf einem Acker den Schlafbereich und die Futterstelle streng von ihrem „Klo“ abtrennen. Auch wenn Schweine also manchmal dreckig aussehen, nehmen sie es mit der Hygiene sehr genau.