Ministerium fördert Markenbildung FEINHEIMISCH

FEINHEIMISCH Förderung

Auf dem Eichhof der FEINHEIMISCH Landmilchproduzenten Kherstin und Bert Riecken übergab Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Boetticher heute einen Förderbescheid über 34.000 Euro an Maximilian Bruhn, Vorsitzender des Vereins FEINHEIMISCH – Genuss aus Schleswig-Holstein e. V.. Mit dem Geld fördert das Ministerium die Entwicklung der Premium-Marke FEINHEIMISCH und damit verbundener Lebensmittel.

Nachdem die FEINHEIMISCHEN vor eineinhalb Jahren einen so phänomenalen Start hingelegt haben und der Begriff bereits bei vielen für hohe Produktqualität steht, wollen wir dabei helfen, eine regionale Marke für Verbraucher zu entwickeln“, sagte von Boetticher in Großbarkau. Der Minister betonte, dass eine erfolgreiche Etablierung der Marke auch mehr Wertschöpfung im eigenen Land zur Folge hätte.

Welches Potenzial in einer regionalen Lebensmittelmarke steckt, verdeutlichte der Minister anhand aktueller Marktforschungsergebnisse. Regionalmarken werden demnach bei der Kaufentscheidung zunehmend wichtiger. Zudem sei schon lange eine Polarisierung der Nachfrage zwischen dem so genannten Discounter- sowie dem Premium-Preissegment auf Kosten der mittleren Preisklasse festzustellen. Mindestens 25 Prozent der Verbraucher kommen, so der Minister, als Käufer regionaler Produkte aus dem Premium-Bereich infrage. Das realistische Marktpotential für solche Lebensmittel in Schleswig-Holstein und Hamburg liege bei rund 96 Millionen Euro.

Mit dem Verein FEINHEIMISCH existiert bereits ein Träger für die Regional-Marke. Alle Beteiligten eint außerdem eine gemeinsame Philosophie und Zielsetzung, die auf Qualitätsbewusstsein aufgebaut ist”, erläuterte der Landwirtschaftsminister. Durch die besondere Vereinsstruktur mit Landwirten, Lebensmittelherstellern und Gastronomen seien zudem beste Voraussetzungen gegeben, um die neue Marke schnell bekannt zu machen. Die neue Premium-Marke sei als sinnvolle Ergänzung zu etwa dem bewährten „Gütezeichen Schleswig-Holstein“ gedacht, solle die Qualität, Absatz und das Image regionaler Produkte aus Schleswig-Holstein fördern und so nicht zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit der vielen innovativen klein- und mittelständischen Betriebe stärken. „Gerade in einer Zeit schwieriger wirtschaftlicher Lage bedarf es guter Ideen und tatkräftiger Vorhaben”“, lobte von Boetticher den Einsatz der FEINHEIMISCHEN.

Wie man mit guten Ideen und Tatkraft ein Unternehmen auf die Erfolgsspur bringt, zeigt das Beispiel von Kherstin und Bert Riecken. Nachdem auf dem Hof über 100 Jahre lang traditionelle Landwirtschaft betrieben wurde, spezialisierte sich das Paar auf Milchviehbetrieb und eröffnete 2006 eine eigene Hofmeierei unter dem Namen „rieckens landmilch“. Seitdem werden Milch, Joghurt, Quark und Molke auch direkt vermarktet. 2008 konnten 204.000 Kilogramm Milchprodukte an rund 1.300 Kunden vertrieben werden. Tendenz steigend. Bei FEINHEIMISCH engagieren sich die beiden Landwirte seit über einem Jahr. „Unsere Mitgliedschaft bei den FEINHEIMISCHEN hilft uns, weitere Premium-Produkte zu entwickeln und uns noch besser auf dem Markt zu etablieren“, erklärte Bert Riecken..

Zurzeit bereiten das Paar und die 18 Mitarbeiter auf dem Eichhof die Umstellung auf Bio (nach EG-Öko-Verordnung) und gentechnikfreie Landwirtschaft vor.